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Archiv 2010

13.06.2010: RUHIGE ZEITEN NACH DEM “PFINGSTDAMPFFESTIVAL” DES DDM 

Die bislang wohl grösste Veranstaltung mit dem dichtesten Dampfzug-Taktverkehr auf der Schiefen Ebene ist überstanden - es wurden dabei nach Presseangaben rund 17 000 Besucher im Museum und knapp 30 000 insgesamt gezählt bzw. geschätzt. Schade, dass niemand nachrechnen kann, wieviele Fahrgäste an diesen drei Tagen über den Berg gedampft sind - es müssen aber auch einige tausend gewesen sein! 

Die Ereignisse um Pfingsten hätten sicherlich eine Sonderseite gefüllt, aber was es schon gibt, braucht nicht nochmals erfunden werden: beim MEC 01 wird man fündig! So bleibt hier aktuell nur mal das Foto von zwei Fahrleitungs-Revisionsfahrzeugen von Balfour Beatty, die am 7. 6.2010 von Roland Fraas vor bzw. im DDM-Rechteckschuppen abgelichtet werden konnten. Sie dienen hier übrigens definitiv nicht zur Vorbereitung der Elektrifizierung der “Schiefen Ebene”!

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12.05.2010: ETAPPENZIEL ERREICHT - STEINDAMM DER BRÜCKE VII IST FREI! 

Gerade noch rechtzeitig vor dem “Pfingstdampffestival” des DDM konnte der erste, entscheidende Abschnitt der Bauwerksfreilegung an der Schiefen Ebene abgeschlossen werden. Nach der hier bereits ausführlich dokumentierten Auslichtung des Baumbewuchses am Fuss der Kunstbauwerke erfolgte nun die Entfernung des Wildwuchses auf den Steinmauern bei Brücke VII - ein äusserst aufwändiges Unterfangen. Mit Hilfe von Seilkletterern - teilweise zu sechst - wurde von der Dammkrone ausgehend jeweils eine bis zu 2 m breite “Schneise” nach unten ausgesägt, natürlich in Handarbeit. Roland Fraas konnte gestern die letzten Arbeiten auf der Nordseite verfolgen, im kleinen Bild links kann man erkennen, wie gerade eine Fichte ins Tal fliegt. Im Bild rechts die Fachleute von DB Netz bei der Besprechung des weiteren Vorgehens, daneben der Häcksler, der den Wildwuchs in Biomasse verwandelt. Das grosse Bild darunter zeigt die wiedergewonnene Schönheit des Bauwerks, fast wie 1848. Kaum einer der heutigen Eisenbahnfreunde dürfte sich an eine derart freie Steinmauer erinnern können ...

Wer diesen “Idealzustand” betrachten will, sollte sich aber beeilen - da erst noch nach einer nachhaltigen Methode gesucht wird, das Wiederaustreiben der gut mit Wasser versorgten und metertief im Mauerwerk steckenden Wurzeln zu verhindern, wird sich nach kurzer Zeit die Wand wieder grün zeigen. Bis Ende nächster Woche wird auch der Lehr- und Informationspfad im Bereich der Brücke VII wieder begehbar sein - ein wichtiger Teil der Schiefen Ebene ist dann wieder erlebbar!

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01.05.2010: DAMPFSAISON-AUFTAKT: 52 8079 AUF DER “SCHIEFEN EBENE” 

Der “Tag der Arbeit” brachte für die 52 8079 ein gutes Stück Arbeit: hatte sie doch einen Sonderzug über die nicht gerade kurze Entfernung von Döbeln über Chemnitz und Hof nach Neuenmarkt und weiter nach Kulmbach zu bringen. Die Zwischenfahrt von Kulmbach nach Neuenmarkt zum Drehen der Lok wurde für eine weitere Sonderfahrt genutzt: rund 150 Gäste eines weithin bekannten Museumsmitarbeiters kamen auf diese Weise zum Feiern ins DDM.
Als am Vormittag die 52 8079 als DPE 83495 mit ihrem recht bunt gemischten 7-Wagen-Zug bei Marktschorgast in die Schiefe Ebene hineinrollte, herrschte für den Fotografen Roland Fraas noch Sonnenschein - die Bergfahrt am späten Nachmittag erfolgte dann bei Regen. Dafür gab es bei DPE 83498 in km 79,4 schöne Dampfwolken, die wenige Meter weiter auch Michael Fritz in km 80,0 festhalten konnte:

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24.04.2010: Schiefe-Ebene-Exkursion des “Colloquium Historicum Wirsbergense”

Das CHW hatte für den 24. April eingeladen zu einer Exkursion durch Marktschorgast und entlang des Schiefe-Ebene-Lehrpfades nach Neuenmarkt - fachkundig geleitet von Hans-Jürgen Schiphorst. Roland Fraas lichtete die gut 20-köpfige Gruppe am “Fotopunkt S-Kurve” ab, als während der Erläuterungen von Gernot Dietel der umgeleitete IRE 3089 mit 612 964 an der Spitze bergwärts schlich. In Neuenmarkt werden bei 3 Weichen der DDM-Gleisanlage die Schwellen erneuert, damit Pfingsten die Dampfzüge anrollen können (Bild links unten). Daneben ist VT 40 der VBG als RB 34213 in Neuenmarkt angekommen - nicht mehr lange werden diese sächsisch-grün-weißen Triebwagen hier verkehren.

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18.04.2010: DB-Baustellen bringen kurzzeitig den “FSX” auf die Schiefe Ebene zurück

Der “Franken-Sachsen-Express” verkehrt ja wegen des Ausfalls der Neigetechnik bei den Triebwagen Reihe 612 nicht mehr über die “Schlömener Kurve”, sondern auf dem schnelleren Weg über Marktredwitz. Aufgrund von Bauarbeiten bei Marktleuthen ist nun zwischen 16. und 30. April - zumindest in Süd-Nord- Richtung - der eigentliche Laufweg wieder aktuell, die IRE werden also bergwärts über die Schiefe Ebene umgeleitet. Als heute Roland Fraas den wiedergewonnenen Blick auf den Steindamm in km 79,5 geniessen wollte, war es aber “nur” der 612 115, der als RE 3045 mit rund 40 Minuten Verspätung bergwärts rollte. Zwei Tage vorher konnte er an gleicher Stelle, aber von der anderen Seite der Trasse, den 628 421 als Lt 77253 Kulmbach - Hof aufnehmen. Und die Bahnbaustellen sorgen auch wieder für umfangreichen Schotterverkehr nach Stadt- und Untersteinach - an letzterer Verladeanlage konnte am 8. April die EBW-V 300.08 beobachtet werden:

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10.04.2010: Streckenneubau in Oberfranken - 166 Jahre nach der “Schiefen Ebene”!

So wie der Bau der Schiefen Ebene von 1844 bis 1848 ein Meisterwerk der damaligen Ingenieurskunst war, ist der nun auch im oberfränkischen Teil begonnene Bau der Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt ein Spiegelbild der derzeitigen technischen Möglichkeiten. Der MEC 01 Münchberg e. V. hatte deshalb mit Unterstützung des Freundeskreises Schiefe Ebene am 10. April eine Exkursion zu den Bahnbaustellen und zum Infozentrum in Goldisthal organisiert. Unter fachkundiger Begleitung durch Herrn Schmalfuß - er war entscheidend in die Planung der neuen Linie eingebunden - konnten die Teilnehmer erleben, wie heute grosse Talbrücken und Tunnels errichtet werden; hierfür gelten natürlich ganz andere Trassierungs- Parameter wie damals bei der Schiefen Ebene. Roland Fraas konnte vom Südausgang des Bleßberg- Tunnels den Bau der Truckenthalbrücke im Bild festhalten, im Hintergrund schliessen sich der Betriebs- Bahnhof Theuern und der Tunnel Baumleite an.

Am gleichen Tag rollte auch ein interessanter Sonderzug von Weimar über die Ludwig-Süd-Nord-Bahn nach Neuenmarkt zum Besuch des Dampflokmuseums. Gernot Dietel hat die 254 052 in Hochstadt- Marktzeuln abgelichtet, die dort am Abend den Zug wieder für die Rückfahrt über die Frankenwaldbahn übernahm. Michael Garri dagegen erwischte den DPE 93301 bei Mainroth - Zuglok war hier die MEG 302 (ex 229 173):

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26.03.2010: “FRÜHLINGSLÜFTCHEN” WEHT ÜBER DEN “SCHÜTZENGRABEN”

Beim Bau der Schiefen Ebene mussten die Ingenieure im Streitbachtal gleich drei Seitentäler überqueren, die damals die Bezeichnung “Schwarze Lacke”, “Galgenschwengel” und “Schützengraben” trugen. Mit mächtigen Steindämmen und darin integrierten Brückenbauwerken ist dies in bis heute überzeugender Weise gelungen - und durch die Auslichtungsarbeiten der DB Netz AG werden nun die gewaltigen Ausmasse dieser Kunstbauten wieder erlebbar!

An der Brücke VII über den Schützengraben sind die Baumfällarbeiten weitgehend abgeschlossen, und so war es im lauen Frühlingslüftchen des 26. Märzes - kurz vor dem kräftigen Wetterumschwung - unserem Fotografen Roland Fraas noch möglich, den Leerreisezug Kulmbach - Hof mit 628 418 auf dem Steindamm in km 79,5 abzulichten. Das Bild darunter links zeigt einen von DB Netz 2009 neu gebauten Geländerabschnitt - in Absprache mit dem Denkmalschutz und dem AKISE in historischer Gestaltung! Das andere kleine Bild ermöglicht einen Blick auf die Nordseite der Brücke VII - ein neues Fotomotiv für spät nachmittags talfahrende Züge, wie es seit Jahrzehnten nicht mehr möglich war.

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13.03.2010: “PRESS - HOLZ” MASSENHAFT im Anrollen auf Neuenmarkt=Wirsberg!

Viel Betrieb ist in der kommenden Woche am Bahnhof Neuenmarkt zu erwarten: die PRESS/IntEgro hat einen Grossauftrag mit Holzzügen abzuwickeln! Empfänger der Rund-Industrieholzlieferungen aus Polen bzw. von der Unterweser ist die ZPR-Papierfabrik in Blankenstein - da aber die Bahnwagen im Werk nicht entladen werden können, werden sie nach Hof gefahren und die Fracht wird von dort per LKW zugestellt. Weil die Kapazität der Ladestrasse in Hof bereits erschöpft ist, werden 5 Ganzzüge nach Neuenmarkt gebracht und dort auf DDM-Gelände entladen; als Rangierlok wird ab Montag eine MTEG- 293 erwartet. Die Bilder unten zeigen die PRESS-204 031+013 mit bereits entleerten Wagen in Hof am 12.03. und darunter die Bereitstellung der ersten Hälfte des ersten Holzzuges auf Gleis 10 in Neuenmarkt durch 204 010 am 13.03.2010 (beide Fotos: Roland Fraas)

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10.03.2010: FREILEGUNG DER STEINMAUERN TROTZT WINTEREINBRUCH

Nicht ganz erfreulich für den Fortgang der Arbeiten war der erneute Wintereinbruch am 6. März - für Bahnfotografen ergaben sich hierdurch zwar noch einmal ausreichend Schnee-Motive (siehe Meldung vom 6. März weiter unten!), für die Arbeiter am Berg bedeutete dies aber Erschwernis und Verzögerung. Dennoch sind die Arbeiten nun am südwestlichen Hang bei Brücke VII gut vorangekommen, das Foto von Roland Fraas unten links zeigt eine mächtige Buche im Fallen und rechts kann man den hohen Aufwand erkennen, der für die Beräumung nötig ist: jeder Stamm muss mühevoll per Stahlseil angehängt und per Motorwinde zur weiteren Bearbeitung ins Tal gezogen werden. Das Bild zeigt auch, dass es keinesfalls einen “Kahlschlag” gibt - gut gewachsene gesunde Bäume bleiben stehen, und trotzdem ist das Bauwerk in seiner Mächtigkeit wieder gut erkennbar!

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06.03.2010: 1 100 TONNEN CONTAINER BERGWÄRTS - da hilft nur “LEICHTERN”!

Zwei Ereignisse sorgten für einen abwechslungsreichen Samstag am Bahnhof Neuenmarkt und auf der Schiefen Ebene: bei einem Kesselwagenzug kam es am 5. März beim Bahnhof Herlasgrün im Vogtland zu einer Entgleisung, weshalb die Franken-Sachsen-Magistrale auf beiden Gleisen gesperrt werden musste - und es waren in der Nacht nochmals rund 10 cm Neuschnee gefallen.

Der IntEgro-Containerzug nach Hof war deshalb gezwungen, einen Umweg zu fahren und konnte nur über Lichtenfels sein Ziel erreichen - doch da liegt die “Schiefe Ebene” im Weg! Der ellenlange DGS 59025 wurde von 253 015 bis Neuenmarkt geschleppt und hier wurden von dem 1 100-t-Zug rund 400 t abgekuppelt, die dann von der Zuglok allein nach Hof gebracht wurden. Dort schnappte man sich Verstärkung in Form der PRESS-204 010 und rollte als Triebfahrzeugfahrt (Tfzf) zurück nach Neuenmarkt (das Foto unten von Roland Fraas zeigt DGS 59025 bei der Ankunft in Neuenmarkt, das kleine Bild links darunter den verkürzten Zug am Block Streitmühle, wo Michael Garri auf Lauer lag, und das kleine Bild rechts die 253 015 mit 204 010 leer talwärts bei km 79,5 rollend, hier stand wiederum Roland Fraas):

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Die beiden Dieselloks übernahmen dann den noch in Neuenmarkt stehenden rund 700t schweren Zugteil, die 204 010 wurde Zuglok und die 253 015 wurde als Schiebelok an den Zugschluss gesetzt. Mit vereinten Kräften gelang es, die Last über den Berg und weiter bis nach Hof zu bringen!

Das Foto unten links entstand auf dem nun frisch freigeschnittenen Steindamm bei km 79,5 mit der bergwärts fahrenden 204 010 und rechts der Nachschuss auf die Schiebelok 253 015 mit dem talrollenden 612 582 als RE 3048 (Fotos: R. Fraas). Die gleiche Szenerie beobachtete Michael Garri einige Meter weiter oben, er lichtete den Containerzug ab bei der Durchfahrt durch die Kurven in km 80,0:

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03.03.2010: Ortstermin des “AKISE” an der freigelegten Steinmauer in km 79,2 - 79,6

Am wunderbar sonnigen Mittwochnachmittag - vom Schnee war weit und breit nichts mehr zu sehen - traf sich der ArbeitsKreis Initiative Schiefe Ebene mit Vertretern von DB Netz, um über den Fortgang der Arbeiten zu sprechen und die Presse zu informieren. Noch bis Ende März werden die Baumfälltrupps tätig sein, nach dem Freilegen der Hänge werden gleich noch die Steindämme vom Wildwuchs befreit. Rund 60 000 Euro kostet allein dieser erste Abschnitt - gut investiertes Geld, denn die Erneuerung des durch Wurzelwuchs früher oder später gesprengten Mauerwerks würde viel viel mehr kosten!

Die Fotos von Roland Fraas zeigen den nun freiliegenden Steindamm zwischen km 79,4 und 79,5 und darunter links die mächtigen Baumstümpfe der alten Buchen, die in den letzten 150 Jahren in gut 30 m Höhe gewachsen sind. Unten rechts erläutert der Vegetationsfachmann der DB-Netz-Tochterfirma die Probleme mit dem Bewuchs auf den Mauern - möglichst mit Wurzelwerk sollen die Bäume entfernt werden, damit es nicht in kürzester Zeit wieder zu Stockausschlag und erneutem Aufwuchs kommt:

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25.02.2010: Es geht voran - ERSTMALS WIEDER SONNE AUF DEM STEINDAMM!

Nach drei Tagen war heute mal wieder ein Besuch an der Brücke VII angesagt, um den Fortgang der Baumfällungen zu dokumentieren. Ohne Flurschäden ist mittlerweile eine breite Schneise entstanden, vom südöstlichen Widerlager der Brücke VII bis hoch zum Beginn des Grossen Einschnitts.

Somit ist zum ersten mal seit Jahrzehnten dieser Abschnitt des Steindammes wieder dem Sonnenlicht ausgesetzt, und dadurch wird nach der noch folgenden Beseitigung des Steinmauerbewuchses ein erneutes ungewolltes Eingrünen des Mauerwerkes zumindest erschwert, denn im Sommer heizen sich die dunklen Riesensteine der Stützmauern stark auf und trocknen völlig aus, so dass Feuchtigkeit als Grundlage für den Aufwuchs angeflogener Samen fehlt.

Das Konzept der Auslichtung wurde 2009 mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Forstverwaltung abgesprochen, so dass eine Fortführung der Massnahme in den nächsten Jahren je nach bereitstehenden Mitteln abzusehen ist. Auch die Fotofreunde wird’s freuen: zum Pfingstdampffestival sind wieder Bilder möglich, die die Dampfzüge auf den unverwechselbaren Kunstbauwerken der Schiefen Ebene zeigen!

Die Fotos von Roland Fraas zeigen die sonnenbeschienene Stützmauer unmittelbar bei km 79,4 und darunter die jetzt freiliegende Mauer, an deren Fuss entlang der “Lehr- und Informationspfad Schiefe Ebene” verläuft:

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22.02.2010: HURRA - ES GEHT LOS: Die “SCHIEFE EBENE” wird wieder freigestellt!

Nach längerer Vorbereitung ist es soweit: DB Netz hat heute mit Ausholzungsarbeiten begonnen, um das Baudenkmal Schiefe Ebene für die Zukunft zu erhalten. In einem ersten Schritt wird dabei der Aufwuchs - meist jahrzehnte alter Wildwuchs - im Bereich der Brücke VII (km 79,2 - 79,6) an den Steilhängen entfernt. Somit kann wieder Licht und Sonne an die Steindämme, und das markanteste Bauwerk der Schiefen Ebene kann dadurch bald wieder in voller Mächtigkeit bewundert werden!

Dieser Schritt wurde bereits 2007 vom Arbeitskreis Initiative Schiefe Ebene (AKISE) angeregt; es ist erfreulich, dass DB Netz die Problematik mit der Bauwerkserhaltung nun ernsthaft angeht und als nächsten Schritt sich auch um die eigentlichen Steindämme kümmern will. Wir werden gerne über den Fortgang der Arbeiten berichten!

Die Fotos von Roland Fraas zeigen eine erste Schneise am Steindamm östlich der Brücke VII; wie die Markierung am Baum rechts (er ist nicht mit einem gelben Punkt gekennzeichnet und wird wohl stehenbleiben) zeigt, verläuft hier auch der Lehrpfad Schiefe Ebene - er wird bald wieder einen herrlichen Ausblick auf das grösste Bauwerk der Steilrampe ermöglichen! Die Bilder darunter zeigen einen Traktor als Hilfsmittel der Baumfäller und die Böschungen rechts und links der Brücke VII, die in den nächsten Tagen noch kräftiger vom Bewuchs befreit werden sollen.

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13.02.2010: STEILSTRECKEN - WINTERDAMPF mit 94 1538 hoch zum Rennsteig

Der Winter, der endlich mal wieder seinem Namen gerecht wird, bringt derzeit auch für die Freunde der Dampftraktion gute Gelegenheiten für Ausflüge mit den Stahlrössern. Schade, dass bislang noch kein Veranstalter die Schiefe Ebene als Winterziel anfährt - vielleicht gelingt es ja irgendwann, die einzige betriebsfähige T 16 als typische Neuenmarkter Schiebelok mal im Winter an den Berg zu bringen, dann könnte man sich den Weg zum Rennsteig sparen... 94 1538 übernahm am 13. Februar in Grimmenthal einen Sonderzug der Ulmer Eisenbahnfreunde, um ihn auf die tiefverschneiten Höhen des Thüringer Waldes zum Bahnhof Rennsteig zu bringen. Hier hatte unser Fotograf Roland Fraas mit Langlaufski einen deutlichen Vorteil gegenüber anderen Eisenbahnfans, die bis zur Brust im Schnee versanken!

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Vor dem Erreichen der Bergstation galt es natürlich erst einmal schwere Anstiege zu überwinden, das Foto oben links zeigt die 94 1538 am Endpunkt des (früheren) Zahnstangenabschnittes in Schleusingen Ost, während beim rechten Bild der Sonderzug zwischen Schmiedefeld und Rennsteig das letzte Steilstück bewältigt - auch hier fuhr man früher Zahnradbahn! Das System Zahnradbahn wäre natürlich auch eine Lösung für den Bau der Schiefen Ebene gewesen - nur war leider zur Bauzeit 1844 - 1848 die Zahnradbahn noch gar nicht erfunden, konnte also gar nicht in Erwägung gezogen werden ...

Obwohl über viele Jahre die Baureihe 94 den Schiebedienst auch auf der “Schiefen Ebene” übernommen hatte, wird dieser Tatsache bei Nostalgiefahrten wenig Rechnung getragen. Nach Erninnerung des Verfassers war zum ersten und letzten Mal nach Ende der Dampfära am 15. Juni 1975 eine T 16 als Schiebelok auf der Schiefen Ebene unterwegs, die ausgegrabenen Jugendbilder unten zeigen die DDM- eigene 94 1730 unten links am Bahnhof Neuenmarkt vor ihrem einzigen Schiebeeinsatz. An diesem Tag bespannten die 012 061 und die 023 019 einen Sonderzug von Nürnberg nach Hof, der dabei gleich drei Mal über den Berg dampfte - abwechselnd geschoben von der 078 246 und eben der 094 730. Das rechte Bild entstand in der Bergstation Marktschorgast - die Vorspannlok 012 061 wurde ans Zugende umgesetzt, hängt nun vor 94 1730 und wartet auf die Talfahrt nach Neuenmarkt - im Hintergrund die alte Flußeisenbrückenkonstruktion von 1892, die einige Jahre später einer Betonkonstruktion weichen musste:

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09.01.2010: BLAUE STUNDE am Samstag mit MWB - V 100 aus Ost und West

Der angedrohte Wintereinbruch führte zu bemerkenswerten Aktivitäten in Oberfranken: aus allen Richtungen wurden Lokomotiven geholt, um bei Bedarf die vorhandenen Schneepflüge und -schleudern bespannen zu können oder um auf Nebenstrecken “Spur zu fahren”, damit die leichten Triebwagen bei vereisten Spurrillen oder Verwehungen nicht entgleisen.

In dieser Saison ist offensichtlich die Mittelweserbahn Vertragspartner für den DB-Netz-Winterdienst, denn innerhalb kurzer Zeit konnte R. Fraas am letzten Samstag gleich 3 ex-V 100 in Neuenmarkt beobachten: zuerst rollten V 1353 (ex 213 338) und V 1801 (ex 202 849) als Tfzf 93112 von Westen kommend mit Ziel Hof durch den Bahnhof, und dann eilte von Bayreuth herbei die V 1251 (ex 212 247) auf dem Weg zum neuen vorübergehenden Standort Lichtenfels!

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