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Aktivitäten des FSE Neuenmarkt

94. FSE-Stammtisch in Trebgast am 25.07.18 - Bericht:
 
Auch zum 94. Stammtisch konnten wir trotz hochsommerlicher Temperaturen einen besonderen Gast begrüßen: der Wirsberger Bürgermeister Hermann Anselstetter ließ es sich nicht nehmen, persönlich mit alter Dia-Technik über das Marktfest vor 35 Jahren zu berichten!

Jürgen Goller war damals aktiv dabei, als wohl zum einzigen Mal in der Geschichte des Luftkurortes ein Dampfzüglein mitten durch den Ort dampfte - die Hauptattraktion des Festes! Auf 600-mm-Gleisen verräucherte die DDM-Kleinbahn nicht nur den Marktplatz.

Der Bürgermeister konnte viele historische Aufnahmen und noch mehr Anekdoten über das Marktfest unseren äußerst amüsierten und interessierten Besuchern präsentieren - nochmals ein herzlicher Dank auf diesem Weg an Hermann Anselstetter! 

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94. FSE-Stammtisch in Trebgast am 25.07.18 - Ankündigung:

Mit der Dampfeisenbahn durch Wirsberg

Am 25. Juli gehen die Trebgaster Vortragsabende in die letzte Runde vor der Sommerpause. Das Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich

Zum Auftakt kann Johannes Holz-Koberg zum vorletzten Abend nachlegen: er referierte im Mai über die preußische T 18 in der Direktion Hamburg, und da interessierte sich ein Gast für die Verbindung einiger der Maschinen mit dem Osmanischen Reich. Seine Recherche brachte neue Erkenntnisse, die vorgestellt werden. Sein eigentliches Thema ist aber „Nur ein Lokschild“ – eine oldenburgische T 13.1 steht dabei im Mittelpunkt einer ungeplanten, aber spannenden Forschung nach der Geschichte einer Dampflokomotive.

Luftkurort und Hochzeitsdorf – daran denkt man wohl, vom bekannten Fernsehkoch abgesehen, am ehesten beim Markt Wirsberg. Und einen Bahnhof hat Wirsberg auch, im gut zwei Kilometer entfernten Neuenmarkt! Nicht viel hätte gefehlt, und die Ludwig-Süd-Nord-Bahn wäre direkt über Wirsberg geführt worden – aber dafür hätte man vor fast 180 Jahren zahlreiche Häuser abreißen müssen. Somit kam es zum Bau der Schiefen Ebene, und die Bahn führte an Wirsberg vorbei. Warum aber dennoch einmal ein Dampfzug durch den Ort schnaufte, wird Hermann Anselstetter, der Bürgermeister von Wirsberg, persönlich dem Publikum in Trebgast erläutern!

Florian Fraaß aus Bad Berneck hat schon öfters die Zuschauer in Trebgast mit seinen tollen Fotos begeistert – nun berichtet er erneut über das aktuelle Geschehen auf den Schienen rund um die Schiefe Ebene im ersten Halbjahr 2018. Fast ein halbes Jahrhundert nach Einstellung des planmäßigen Dampfbetriebes hat diese Steilrampe nichts von ihrer Faszination verloren! Heute sind es bunte Diesellokomotiven, die bei zahlreichen außerplanmäßigen Zügen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen müssen, wenn sie röhrend den Berg erklimmen.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

93. FSE-Stammtisch in Trebgast am 27.06.18 - Ankündigung:
Innovativer Waggonbau trifft uralten Dampfkran

Im Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich in Trebgast treffen sich am Mittwoch, 27. Juni, erneut alle Eisenbahn-Interessenten. Den Vortragsabend bestreiten drei bekannte Referenten mit teilweise aktuellen, aber auch historischen Themen.

Zum Auftakt erinnert Gernot Dietel an das alte AW in Weiden, das 1893 als Zentralwerkstätte der K. Bay. Stb. seinen Betrieb aufnahm. Bis 1965 wurden dort Dampfloks ausgebessert – dann begann der Stern des Werkes zu sinken und die Schließung drohte. Nach massiver politischer Intervention entstand zur Rettung der Arbeitsplätze eine einmalige Konstellation: die Flachglas AG und die Bundesbahn gründeten die „PFA“. Mit völlig neuem Design sollten Schnellzugwagen für das neue Produkt „InterRegio“ umgebaut werden – eine Erfolgsgeschichte begann.

Gerd Jahreis hat in diesem Jahr an allen drei Tagen die DDM-Pfingstdampftage besucht. Vier betriebsfähige Dampflokomotiven sorgten in und um Neuenmarkt für viel Bewegung und begeisterten die rund 7000 Besucher. Es konnte nicht nur im Museum auf den Führerständen der 01 509 und 01 519 mitgefahren werden, auch die Schiefe Ebene - die heuer ihr 170jähriges Bestehen feiern kann – wurde von zehn meist ausverkauften Sonderzügen unter die Räder genommen.

Ein weiteres Jubiläum konnte am 10.06. im Museum gefeiert werden: vor 40 Jahren wurden in der damaligen Außenstelle in Thurnau ein Dampfkran und eine Dampfstraßenwalze betriebsfähig dem DDM übergeben – dieses Ereignis wurde im Beisein mehrerer Zeitzeugen mit einem Vortrag und einer besonderen Präsentation des Dampfkranes gewürdigt. Roland Fraas war von 1976 bis 1978 bei der Aufarbeitung dabei und erinnert an diese Zeit.
Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

92. FSE-Stammtisch in Trebgast am 30.05.18 - Bericht:

Der Trebgaster Mai-Vortragsabend brachte uns einen besonderen Gast aus dem Erzgebirge: der weithin bekannte Eisenbahnmaler Peter König reiste an, um seine Leidenschaft vorzustellen. Seit Jahren malt er Eisenbahnmotive, die leider nie fotografiert wurden. Akribisch besucht er die Original-Schauplätze, recherchiert und setzt das Wissen in Gemälde um. Mehr als 2000 sind bislang entstanden!

Rund 100 ausgewählte Motive stellte er dem begeisterten Publikum vor; unser Bild zeigt Peter König (zweiter von links) zusammen mit Jürgen Goller, der den Kontakt hergestellt hatte, und mit seinem neuesten Werk: die sächsische Reihe 19 auf der Schiefen Ebene! 20180530 007_994

92. FSE-Stammtisch in Trebgast am 30.05.18:
Dampfloks in Hamburg, in Trier und in Öl

Das Nebenzimmer des Trebgaster Gasthofs Friedrich steht im Mai ganz im Zeichen der Malerei. Am 30. 5. wird nicht abstrakte und für den „normalen“ Menschen nur schwer verständliche Kunst, sondern natürlich die Malerei mit deutlichem Bezug zur Eisenbahn präsentiert. Denn zu Gast bei den Eisenbahnfreunden ist der Eisenbahnmaler Peter König aus Aue (Sachsen).

Seit vielen Jahren malt er Foto-realistische Bilder zu Themen der „alten Eisenbahn“ und hat damit viele Eisenbahn-Bücher illustriert, bei denen beispielsweise keine zum Thema passenden Originalfotos mehr aufzutreiben waren. Daneben wurden aber auch viele Broschüren und Kalender veröffentlicht, die seine Bilder in ihrer ganzen Schönheit zeigen.

Peter König, von Beruf Lokführer, zeigt in Trebgast eine Auswahl seiner neuesten Werke, die Bezug zu unserer Region haben. Sie lassen die Zeit der schon lange abgebauten und oft vergessenen fränkischen Nebenbahnen mit ihren Lokalbahndampfloks zumindest im Bild wieder aufleben.

In die reale Bahngeschichte entführt dagegen Johannes Holz-Koberg mit seinem historischen Bilderbogen über die preußische T 18 in der Bundesbahndirektion Hamburg – diese flotte Tenderlok mit der Baureihenbezeichnung 78 steht ja aktuell im Fokus der Fans, da die Maschine 78 246 des DDM Neuenmarkt in Rottweil wieder in Betrieb genommen werden soll!

Einblick in den Dampfbetrieb des Jahres 2018 gibt dann Roland Fraas: vier Tage lang fand Ende April im Raum Trier ein Dampfspektakel statt, das Tausende Liebhaber an Mosel und Saar zog – besonders die ehemals Hofer Schnellzugdampflok 01 202 begeisterte die Bahnfreunde.
Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

91. FSE-Stammtisch in Trebgast am 25.04.18:
Mit der DDM-Kleinbahn quer durch die Republik
Der nächste Trebgaster Vortragsabend des Freundeskreises Schiefe Ebene präsentiert am Mittwoch, 25. April, im Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich neue Themen in Bildern und im Film.

Kaum jemand macht sich Gedanken, was eigentlich aus seinem Müll wird, den er in seine graue Tonne kippt. Regelmäßig kommt der LKW und holt den Inhalt ab – aber was wird eigentlich damit? Das Ziel ist das Müllheizkraftwerk in Schwandorf, und der Transport dahin wird erfreulicherweise im Hauptlauf auf der Schiene zurückgelegt! In Kulmbach und Bayreuth wird der Müll in grüne Container gepresst und auf Bahnwagen verladen. Florian Fraaß hat über Monate hinweg den Müllzug begleitet und zeigt seine dabei entstandenen Bilder.

Seit knapp 40 Jahren dreht im DDM eine Kleinbahn ihre Runden, die auf 600 mm Spurweite auch die Funktionsweise der „großen“ Eisenbahn und dabei insbesondere der Dampflok anschaulich dem Publikum vorführen kann. Nicht allzu bekannt ist dabei, dass diese Bahn schon an ganz anderen Orten für Aufsehen sorgte. Die wohl spektakulärste Reise unternahm der kleine Zug vor 30 Jahren zur Ausstellung „Harz und Heide“ nach Braunschweig! Roland Fraas war damals dabei und berichtet über die Hintergründe.

Kameramann und Regisseur Ralph Hofmann hat eine neue Serie von Dokumentarfilmen begonnen: „Fotozüge I“ wird zum ersten Mal gezeigt! Dampflokliebhaber geben mehrmals im Jahr viel Geld aus und beteiligen sich solidarisch an „geheimen“ Aktionen: es werden Dampfloks bestellt, die in möglichst authentischem Umfeld Züge „wie früher“ bespannen. Und dieses Umfeld gibt es mittlerweile nur noch auf ganz wenigen Bahnlinien… So kommt die 58 311 in Löbau zum Einsatz, 64 419 dampft durchs Tal der Fränkischen Saale und 50 0072 schleppt „Stahl für Paris“.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

90. FSE-Stammtisch in Trebgast am 28.03.18 - Bericht:

Der letzte Trebgaster Vortragsabend füllte wieder das Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich bis auf den letzten Platz! 55 Teilnehmer lauschten den Vorträgen von Gernot Dietel, Jürgen Goller, Johannes Holz-Koberg und Roland Fraas. Dabei wurde auch am Rande bekannt, dass die Vortragsserie vermutlich noch bis ins Frühjahr 2019 an diesem bewährten Platz stattfinden wird - also noch Zeit genug für mindestens 30 neue Themen!

Unser Bild zeigt Johannes Holz-Koberg bei seinem Bildbericht über die musealen Dampflokomotiven der DDR-Reichsbahn 1993-2011:

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90. FSE-Stammtisch in Trebgast am 28.03.18:

Mit dem Schweineschnäuzchen übers flache Land

Der nächste Trebgaster Vortragsabend bietet im Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich wieder abwechslungsreiche Themen aus der Welt der Bahngeschichte.

Einen der ganz großen deutschen Lokomotivbau-Ingenieure würdigt Eisenbahnhistoriker Gernot Dietel: Adolf Wolff, geboren 1894 in Goslar, arbeitete nach seinem Maschinenbaustudium zunächst für die Lokomotivschmiede Hanomag, dann für Hohenzollern und schließlich für Borsig – hier war er ab 1922 an der Konstruktion der „Einheitslokomotiven“ beteiligt. Sein spezielles Interesse galt der Schnellfahr-Baureihe 05, die 200 km/h erreichen konnte; nach dem 2. Weltkrieg leitete er die Wiederinbetriebnahme dieser Kultloks. Er hatte also eine Vorliebe für schnelle Dampflokomotiven, wobei er sich auch mit transatlantischen Entwicklungen wie den Maschinen der New York Centralbahn befasste.

Im Februar hatte Johannes Holz-Koberg unter dem Motto „Dampf im Osten“ über seine Begegnungen mit den Traditionslokomotiven der früheren DDR-Reichsbahn berichtet.1993 bis 2011 hat er jedoch nicht nur diese in Arnstadt, Meiningen und Staßfurt besucht, sondern auch Reisen zu vielen weiteren aktiven Dampflokomotiven und nicht betriebsfähigen Museumsexponaten in den neuen Bundesländern gemacht – sie werden mit Bildern und ausgewählten Lebensläufen vorgestellt.

Schon um 1930 entwickelte das Landeskleinbahnamt der Provinz Hannover zusammen mit der Waggonfabrik Wismar einen leichten „Schienenbus“, um den Betrieb der Kleinbahnen wirtschaftlicher zu gestalten. Das neue Fahrzeug – liebevoll als Schweineschnäuzchen bezeichnet – wurde in Normal- und Schmalspur unter Verwendung vieler Teile aus dem Omnibusbau gebaut. Jürgen Goller beleuchtet Entstehung und Einsatzgeschichte des „Wismarer Schienenbus der Bauart Hannover“.

Zum Schluss erinnert Roland Fraas an eine Plandampfveranstaltung rund um Lobenstein vor nunmehr 25 Jahren. Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

89. FSE-Stammtisch in Trebgast am 28.02.18:
Dampf im Osten: Bilderbogen aus 2 Jahrzehnten

Nach dem Diaabend mit zahllosen Motiven amerikanischer Bahnen beim Januar-Termin kehren die Trebgaster Vortragsabende wieder zurück zu Laptop und Beamer: im Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich werden am Mittwoch, 28. Februar, drei bewährte Referenten über die deutsche Eisenbahnwelt berichten.

Zum Auftakt erinnert Johannes Holz-Koberg daran, dass es heute wohl kaum eine so große Vielfalt an erhaltenen Dampflokomotiven gäbe, wenn nicht die Reichsbahn der DDR schon 1966 beschlossen hätte, 27 unterschiedliche Repräsentanten der Dampftechnik als „Traditionslokomotiven“ der Nachwelt zu erhalten. Nach 1989 konnten diese Maschinen auch von westlichen Bahnfans problemlos besucht werden – der Bilderreigen zeigt die Loks in den Jahren von 1993 bis 2011. Aufgrund der Fülle des Materials ist ein zweiter Teil des Vortrages für März vorgesehen.

Mitte 2017 ersetzte eine neue, flachere Strecke die Steilstrecke über den Spessart. Seitdem gibt es nur noch zwei elektrifizierte Hauptbahnen, deren Steigung ein regelmäßiges Nachschieben schwerer Züge erfordert! Neben der „Geislinger Steige“ ist dies – sozusagen vor der Haustür – die Frankenwaldbahn von Lichtenfels nach Saalfeld. Florian Fraaß hat diese Bahnlinie im letzten Jahr erstmals fotografisch in Szene gesetzt und dabei eine bunte Vielfalt von elektrischen Güterzuglokomotiven angetroffen, die bei Bedarf zwischen Pressig-Rothenkirchen und Probstzella Schubhilfe durch die Baureihe 151 erhalten; letztmals vor Inbetriebnahme der Neubaustrecke war hier auch der ICE noch unterwegs.

Mit Spannung warten regelmäßige Besucher der Trebgaster Abende auf den neuesten Dokumentarfilm aus dem Oberkonnersreuther Filmatelier – Ralph Hofmann ist diesmal wieder dabei und zeigt seinen cineastischen Rückblick auf das Eisenbahnjahr 2017. Dabei ist viel Dampf zu erleben – auf der Fichtelbergbahn nach Oberwiesenthal genauso wie bei der großen Deutschlandrundfahrt mit zahlreichen Güterzugdampfloks. Ebenfalls interessant sind aber auch der Abschied von der Spessartrampe und das Heizhausfest in Chemnitz.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

88. FSE-Stammtisch in Trebgast am 31.01.18:

Mit „Dieselpower“ durch den Norden Amerikas

Der Zufall hat es so gewollt: Wolfgang Bleiweis gestaltet in Trebgast den 88. Vortragsabend mit dem dritten und letzten Teil seiner Bilderschau über die nordamerikanischen Eisenbahnen – mit den ersten beiden Teilen war er bereits beim 66. bzw. beim 77. Abend prominenter Gastreferent!

Auch diesmal gibt es zwei Abweichungen vom bekannten Schema der Trebgaster Vortragsabende des Freundeskreises Schiefe Ebene: einerseits kehrt anstelle digitaler Medien samt Beamer der gute alte Diaprojektor zurück, andererseits führt die Fülle des Bildmaterials dazu, dass nur Zeit für das Thema „Amerikas Bahnen von Alabama bis Kentucky“ sein wird.

Der Lichtbildervortrag über bunte Züge in den USA führt die Besucher in nördliche Gefilde: rund um die großen Seen bieten die Regionen zwischen New England und dem Mittleren Westen – neben dicht frequentierten Magistralen – eine erstaunliche Vielfalt kleiner Bahnbetriebe, die mitunter sogar noch für interessierte Beobachter echte Überraschungen bieten. Im Zusammenspiel mit unverwechselbaren Farbspielen der Natur gerade zum Indian Summer eine für Auge und Gemüt faszinierende Symbiose, die nicht nur für Eisenbahnfreunde begeisternd sein kann.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

87. FSE-Stammtisch in Trebgast am 27.12.17:

Bochum und Neuenmarkt: 2x 40. Geburtstag!

„Zwischen den Jahren“ ist seit Start der Trebgaster Vortragsabende der Termin mit den höchsten Besucherzahlen – es wird in diesem Jahr wohl ähnlich sein. Traditionell stehen am Jahresende natürlich Rückblicke im Mittelpunkt.

Florian Fraaß dokumentiert seit einiger Zeit das Bahngeschehen im Umfeld der Schiefen Ebene mit wunderbaren Fotos. Das Jahr 2017 hatte so viele interessante Ereignisse, dass bereits in Jahresmitte ein erster Rückblick präsentiert werden konnte. Somit steht nun die umfassende Betrachtung der zweiten Jahreshälfte an, die sicherlich wieder mit der Schilderung der persönlichen Erlebnisse am Schienenstrang garniert sein wird.

In diesem Jahr konnten die wohl größten und bekanntesten Eisenbahn-Spezialmuseen in Deutschland ihr 40jähriges Bestehen feiern. Im April war dies das Museum in Bochum-Dahlhausen, das 1977 von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte zehn Jahre nach ihrer Gründung eröffnet werden konnte. Seither werden zu runden Geburtstagen interessante Jubiläumsprogramme angeboten; 2007 ist es beispielsweise gelungen, alle Neubau-Dampflok-Baureihen der DB in Bochum zu versammeln – eine einmalige Aktion. Auch für 2017 hatte man eine tolle Idee unter dem Motto „Ost trifft West“. Johannes Holz-Koberg ist deshalb zu diesem Ereignis nach Bochum gereist und präsentiert seinen Bildbericht der Dahlhausener Feierlichkeiten.

Doch auch in Oberfranken gab es Grund zum Feiern: das Deutsche Dampflokomotiv-Museum Neuenmarkt konnte nach gut zweijähriger Vorbereitungszeit am 22. Juli 1977 erstmals offiziell seine Tore öffnen. Während in Bochum der Schwerpunkt auf der allgemeinen Eisenbahngeschichte mit Berücksichtigung der Entwicklung im Ruhrgebiet liegt, stand in Neuenmarkt von Anfang an die Dampflokomotive und die regionale Eisenbahngeschichte rund um die Schiefe Ebene im Fokus. Roland Fraas war bei einigen der über das ganze Jahr 2017 verteilten Jubiläumsaktionen dabei und berichtet über das örtliche Engagement.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

86. FSE-Stammtisch in Trebgast am 29.11.17:

Dampf-Aus bei der DB vor vierzig Jahren

Am 29.11. steht der Gasthof Friedrich in Trebgast wieder im Zentrum des Interesses der regionalen Eisenbahnfreunde, die dieses Mal wieder tief in die Eisenbahngeschichte eintauchen werden.

Erneut zu Gast ist diesmal Peter Pfister, der regelmäßig bei diversen Internet-Auktionen auf der Suche ist nach alten Eisenbahnaufnahmen aus Franken und aus der Oberpfalz. Dabei stößt er auf so manche Raritäten, die er uns vorstellen wird – dazu gehört die Baureihe 80 in Schweinfurt ebenso wie der ET 26 in Nürnberg. Alle Bilder stammen aus der Zeit 1950 - 1990 und wurden noch nirgends veröffentlicht!

Ähnlich weit zurück in die Bahnhistorie blickt dann Jürgen Goller mit seinen Recherchen zum „Retter der Nebenbahnen“. Nach dem 2. Weltkrieg bemühte sich die DB, unwirtschaftliche Nebenstrecken durch Umstellung auf Dieselbetrieb zu modernisieren. Nach dem Konzept von Straßenomnibussen wurden Triebwagen entwickelt, die im Ein-Mann-Betrieb den Personenverkehr rationalisieren konnten. Nach dem Bau erster Prototypen kam dann vor 65 Jahren der erste richtige „Schienenomnibus“ auf die Gleise – der VT 95. Schon bald war er auf den damals zahlreichen oberfränkischen Lokalbahnen unterwegs und hat dafür gesorgt, dass viele dieser Linien bis ans Ende des 20. Jahrhunderts erhalten blieben.

Auch der Vortrag von Roland Fraas widmet sich einem epochalen Ereignis. War der Schienenbus der Beginn einer neuen Ära, so stand die Dampflok 1977 bei der Bundesbahn am Ende ihrer Zeit. Nur noch auf einer einzigen Strecke fuhren in diesem Schicksalsjahr die letzten Dampfer der Baureihen 042 und 043 – sie schleppten bis zuletzt schwerste Güterzüge im Emsland zwischen Rheine und Emden, bis bei ihnen auch das letzte Feuer ausging. Für den jungen dampfbegeisterten Eisenbahnfan schien eine Welt unterzugehen…

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

85. FSE-Stammtisch in Trebgast am 25.10.17 - Bericht:

Rund um die „ELNA“ und Zeit zum ZUGhören

Mit Markus Wetterauer hatten wir im Oktober einen besonderen Gast, der mit seinen Erzählungen aus der Eisenbahnwelt die Zuhörer begeistern konnte! Mit seinen Geschichten hat er mittlerweile 12 Hör- CD’s gefüllt und war dafür deutschlandweit mit dem Mikrofon unterwegs.
Man hätte gerne noch länger lauschen können - aber es ist ja nicht ausgeschlossen, dass er uns mal wieder besuchen könnte!

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85. FSE-Stammtisch in Trebgast am 25.10.17:

Rund um die „ELNA“ und Zeit zum ZUGhören

Im bereits 9. Jahr der Vortragsabende im Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich in Trebgast wird am 25.10. Außergewöhnliches zu hören sein: der bekannte MDR-Nachrichtensprecher Markus Wetterauer ist zu Gast mit seinem Programm „ZUGhören“!

Zuvor macht jedoch Johannes Holz-Koberg den Auftakt mit einem Fachvortrag über die ELNA-Dampflokomotiven. Bei ELNA handelt es sich keineswegs um einen weiblichen Vornamen, sondern um Maschinen, die vom Engeren Lokomotiv-Normen-Ausschuss ab 1919 geplant wurden; unter der Federführung von Hanomag sollte damals eine einheitliche Bezeichnung der Lokomotivteile eingeführt sowie eine Normung der Konstruktion erreicht werden, um eine Austauschbarkeit vieler Teile zu ermöglichen – eine Idee, die später bei den Einheitslokomotiven der Reichsbahn wieder aufgegriffen wurde. Die ELNA’s waren als preiswerte und robuste Maschinen für Klein- und Privatbahnen vorgesehen und wurden in 6 verschiedenen Typen gebaut.

Schlüssel umdrehen und losfahren? So einfach geht das mit einer Lokomotive nicht. Schon gar nicht mit einer Dampflok! An was Lokführer und Heizer alles denken müssen, welche Überraschungen sie dabei manchmal erleben, und wie wenig romantisch die Arbeit ist – das erzählt Markus Wetterauer bei seiner Lesung. Der Journalist und Radiosprecher nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise entlang der Gleise – wie er es bei seinem Hörbuch-Projekt ZUGhören mit Reportagen aus der Eisenbahnwelt tut. Dabei sind die „Schienengeschichten fürs Ohr“ keinesfalls nur etwas für eingefleischte Bahn-Fans. Vielmehr kommen alle auf ihre Kosten, die gerne mit dem Zug unterwegs sind.

Denn nicht die Technik steht im Vordergrund, sondern die Menschen bei der Bahn. Das entbehrungsreiche Leben eines Bahnwärters im 19. Jahrhundert wird beleuchtet, über die Arbeiter beim Bau einer Eisenbahnstrecke wird berichtet, und es geht um das Reisen in längst vergangenen Zeiten.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

84. FSE-Stammtisch in Trebgast am 27.09.17:

Diepholzer Loks und flotte Schienen

Nach der August-Pause öffnet das Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich in Trebgast am 27. wieder für alle Freunde der Eisenbahn für eine neue Vortragsserie rund um den schienengebundenen Verkehr.

Die Namen mancher Lokomotiv-Schmieden wie Krauss-Maffei oder Henschel dürften weithin bekannt sein; daneben gab es aber auch kleine und kleinste Fabriken, die zumindest zeitweise Lokomotivbau betrieben. Heute sind nur noch ganz wenige Großkonzerne am Markt aktiv – und dennoch behaupten sich daneben einzelne „Nischenanbieter“. Hierzu gehört die Firma Schöma aus Diepholz, die sich auf die Herstellung von Feld- und Grubenbahnen sowie Lokomotiven zum Tunnelbau spezialisiert hat – allein 120 Maschinen wurden zum Bau des Gotthardtunnels geliefert. Jürgen Goller hat sich intensiv mit der Geschichte von Schöma befasst und zeigt auch Bilder, die von der Werkleitung zur Verfügung gestellt wurden.

Im Dezember beginnt eine neue Zeitrechnung auf oberfränkischen Schienen: mit Inbetriebnahme der Neubaustrecke Ebensfeld – Erfurt verkürzt sich die Fahrzeit von Bamberg nach Berlin auf 2 ¾ Stunden! Der Ausbau führt aber auch zu einem völlig anderen Aussehen der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn zwischen Nürnberg und Bad Staffelstein, wo sich alte Stellwerks- und Fahrleitungstechnik bis in unsere Zeit retten konnten. Christian Reuth war monatelang zwischen Eggolsheim und Zapfendorf unterwegs und hat die Veränderungen mit der Kamera portraitiert.

Über das österreichische Eisenbahnmuseum in Strasshof wurde bei den Trebgaster Vortragsabenden bereits referiert; daneben hat das Land aber eine ganze Reihe weiterer Bahnmuseen zu bieten, so auch das ehemalige Heizhaus von Sigmundsherberg – gelegen an der Franz-Josefs-Bahn von Wien nach Eger. Roland Fraas hat vor gut einer Woche das Museum besucht und einige bildliche Eindrücke dieser Raritäten- und Kuriositätensammlung mitgebracht.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

83. FSE-Stammtisch in Trebgast am 26.07.17 - Bericht:

Stokerloks des Bw Ehrang und AW Trier

Eine grosse Zahl an Interessenten lauschte am Mittwoch den beiden Gästen aus der Eifel: Wolfgang und Manfred Kreckler haben die weite Anreise in Kauf genommen, um in Trebgast einerseits über die Stoker-Dampfloks des Bw Ehrang und andererseits über das AW Trier zu referieren. Wir danken auch auf diesem Weg für den höchst interessanten Abend!

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83. FSE-Stammtisch in Trebgast am 26.07.17:

Der „Stoker“ aus Ehrang dampft in Trebgast

Am letzten Mittwoch ist Bahn-Abend im Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich in Trebgast, meist mit bekannten Referenten aus der näheren oder weiteren Umgebung. Diesmal ist dies etwas anders.

Zur Einstimmung in die Vorträge wird Roland Fraas auf die Pfingst- Dampftage im DDM Neuenmarkt zurückblicken – dabei befuhr der vom DDM gecharterte Dampfzug neunmal die Schiefe Ebene und Sonderzüge aus Meiningen und Leipzig ergänzten das Programm.

Dann jedoch gehört der weitere Abend den Brüdern Wolfgang und Martin Kreckler aus Jünkerath in der Eifel – Söhne eines Lokführers des Bw Ehrang, auf die der Eisenbahnvirus übergesprungen ist… Aber was führt sie in die fränkische Provinz nach Trebgast? Darüber wird Jürgen Goller berichten, der den Besuch arrangiert hat.

Mit Bildern und Original-Dokumenten berichten die beiden über zwei Fachthemen: Zur Erleichterung der schweren Heizer-Arbeit auf den Güterzuglokomotiven der Reihe 44 testete die Bundesbahn in den 1950er Jahren eine mechanische Kohlenversorgung des Feuers – „Stoker“ genannt. Mit Hilfe einer Förderschnecke wurde die Kohle vom Tender auf den Rost befördert, der Heizer musste nicht mehr schaufeln. Nach einer ersten Probezeit in Würzburg kamen die fünf Maschinen nach Ehrang bei Trier und schleppten schwerste Züge durchs Moseltal nach Koblenz – letztlich entschied man sich aber damals für einen Umbau zahlreicher 44 auf Schwerölfeuerung, weil dieses Öl billiger als Kohle war.

Dampflokomotiven mussten regelmäßig in Ausbesserungswerken komplett auseinander genommen und durchgesehen werden, damit ihre Betriebssicherheit immer gewährleistet war. Auch in Trier gab es so ein „Aw“, ursprünglich war das 1911 erbaute Werk für alle Lokomotiven der Königlichen Eisenbahndirektion Saarbrücken zuständig. Doch auch für dieses Werk kam das „Aus“ – wenn auch recht spät im Jahr 1986. Der Vortrag gibt einen Einblick in diese, vor dem normalen Bürger abgeschirmte, hochspezialisierte Arbeitswelt.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

82. FSE-Stammtisch in Trebgast am 28.06.17:

„Albatros“ – Dampflokstar aus Tschechien

Der letzte Mittwoch im Juni ist wieder Vortrags-Tag im Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich in Trebgast mit Themen rund um die Eisenbahn. Am 28.06. gestalten drei bekannte Referenten des Freundeskreises Schiefe Ebene den Abend.

Den Auftakt macht Jürgen Goller mit einem Besuch im Localbahn- Museum Bayerisch Eisenstein. Dieses einzigartige Spezialmuseum ist im 1877 erbauten Lokschuppen der Königlich Privilegierten Bayerischen Ostbahnen untergebracht und zeigt mehr als 20 Originalfahrzeuge aus allen Epochen der Lokalbahngeschichte. Der Bayerische Localbahn-Verein wurde 1975 gegründet, um auf der Tegernseebahn Dampfzugfahrten durchzuführen – als weiteres Standbein kümmerte man sich dann von 1981 bis 1994 um den Aufbau des Museums.

Eine ganz andere, aber ebenso sehenswerte Sammlung besuchte Johannes Holz-Koberg im vergangenen Jahr. Das Technische Nationalmuseum Prag hat in Chomutov ein „Depot der verborgenen Schätze“, mit mehr als 100 Exponaten. Leider ist das Depot bislang nur an zwei Terminen pro Jahr zugänglich, weshalb es nur wenigen Eisenbahnfreunden bekannt sein dürfte. Aufbewahrt ist dort auch die Dampflok 498 106 mit dem Kosenamen „Albatros“ – gebaut bei Skoda und einer der Höhepunkte der europäischen Dampflokomotiv- Entwicklung.

Zur aktuellen Bahnwelt zurück führt dann Florian Fraaß mit einem Bilderbogen rund um Oberfranken. Er verfügt mittlerweile über so viele Fotos vom heimischen Zugverkehr, die den Jahresrückblick sprengen würden – deshalb zeigt er diesmal seine Eindrücke von den ersten sechs Monaten des Jahres 2017. Eine überraschende Vielfalt an regulären Zügen wie auch an Sonderleistungen!

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

81. FSE-Stammtisch in Trebgast am 31.05.17:

Mit Käpt’n Blaubär über die Hafenbahn

Am 31. Mai öffnet sich das Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich in Trebgast erneut für einen Vortragsabend des Freundeskreises Schiefe Ebene – vier Referenten zeigen diesmal ihre Bilder und Filme.

Gernot Dietel hat in seinem Archiv einige alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen gefunden, die seinen Abschied von der Dampflokzeit anschaulich machen: „Adieu Dampflok“ ist das Motto für seinen Kurzvortrag über eine Ära, die in Westdeutschland vor 40 Jahren zu Ende ging.

40 Jahre alt wird heuer auch das Deutsche Dampflokomotiv Museum in Neuenmarkt – das Programm der Anfang Juni anstehenden Pfingstdampftage wird in Trebgast vorgestellt und Jürgen Goller gewährt einen Blick hinter die Kulissen der aktuellen Sonderausstellung „Frauen bei der Eisenbahn“, die er zusammen mit seiner Frau Ines auf die Beine gestellt hat.

Noch einmal 40 Jahre: auch das Eisenbahnmuseum in Dahlhausen feiert heuer diesen Geburtstag mit attraktiven Veranstaltungen. Vor 10 Jahren besuchte Roland Fraas das 30-jährige Jubiläum, bei dem eine Sensation gelang: alle fünf Neubau-Dampflokbaureihen der Nachkriegszeit konnten erstmals an einem Ort präsentiert werden! Die erhaltenen Vertreter der Reihen 10, 23, 65, 66 und 82 lockten damals tausende Besucher nach Bochum.

Bewegte Bilder von Peter Wiedner schließen den Abend ab: 2008 begleitete er eine Mehrtagesfahrt des DDM-Schienenbusses mit der Filmkamera in den hohen Norden bis auf die Insel Fehmarn. Ein weiterer Höhepunkt war die Befahrung der Hamburger Hafenbahn auf Gleisen, auf denen nur ganz selten Personenzüge unterwegs sind.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

80. FSE-Stammtisch in Trebgast am 26.04.17:

Mit der „Köf“ nach „B-Mühle“

Rechtzeitig zum Start der neuen Museumsbahnsaison am 30. April nimmt Bahnhistoriker Gernot Dietel die Gäste mit auf eine Reise über die „Dampfbahn Fränkische Schweiz“ (DFS). Die Bahnlinie von Ebermannstadt nach Behringersmühle wurde 1930 als eine der letzten Nebenbahnen in Bayern in Betrieb genommen und verlor bereits 1976 wieder ihren Personenverkehr. Sie blieb jedoch vom Abbau verschont: engagierte Eisenbahnfreunde gründeten die DFS als Museumsbahnverein, retteten passende historische Fahrzeuge und richteten diese und die Strecke in jahrelanger Arbeit wieder her – seit 1980 fahren nun schon diese Touristikzüge erfolgreich durchs Wiesenttal zum Endbahnhof „B-Mühle“. Manchmal ist da auch die Kleindiesellok „Köf“ unterwegs, so wie bei der Tour von Gernot Dietel im Jahr 2016.

Ein Vierteljahrhundert zurück blickt anschließend Roland Fraas. 1992 setzte die Bundesbahn noch auf den Erfolg von Nostalgiefahrten – in Folge der „Wende“ standen damals zusätzlich zahlreiche Dampflokomotiven der DDR-Reichsbahn zur Verfügung. Von Nürnberg aus wurde eine Rundfahrt durch den Thüringer Wald angeboten; bis Probstzella sollte der edle Renner 01 150 den Sonderzug ziehen, um ihn dort an die „Bergkönigin“ 95 027 zu übergeben. Die Leerfahrt der Schnellzuglok zurück nach Lichtenfels nutzten die Münchberger Eisenbahnfreunde für eine spezielle Tour über die Frankenwaldbahn, die dann aber doch ein wenig anders als geplant verlief…

Zum Abschluss zeigt Peter Wiedner eine seiner vielen Filmproduktionen. Er hat fast jedes Kalenderjahr die Ereignisse rund um das Neuenmarkter Dampflokmuseum im bewegten Bild festgehalten und erinnert diesmal an das Jahr 2002 – mit dabei sind da auch Szenen vom Münchberger Bahnhof, wo damals das Reststück der einstigen Lokalbahn nach Zell 100. Geburtstag feiern konnte.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

79. FSE-Stammtisch in Trebgast am 29.03.17:

Vier Preußenloks und Ostsee-Tram

Im Herbst 2016 wurde erstmals nach rund 30 Jahren die preußische Tenderlok 93 526 des DDM Neuenmarkt im Freien gezeigt – die grundlegende Aufarbeitung, die in weiten Teilen einem Neubau gleichkam, ist weitgehend abgeschlossen. Dieses Ereignis wurde ein Wochenende lang im Museum gefeiert u. a. mit Lokparaden, einer Sonderausstellung und Vorträgen. Johannes Holz-Koberg hatte sich der Geschichte der „Vier Preußinnen im DDM“ angenommen und die Maschinen 78 246, 93 526, 94 1730 und 95 016 vorgestellt – dieses Thema wird nun auch den Gästen in Trebgast präsentiert.

Eine ganz andere Art Eisenbahnmuseum findet man direkt an der Ostseeküste in der Nähe von Kiel – hier fahren quasi am Strand Straßenbahnen aus Städten, die seit einem halben Jahrhundert gar keine Tram mehr haben. Daneben betreibt der „Verein Verkehrs- amateure und Museumsbahn“ seit 1976 eine Museumsbahn zum Schönberger Strand. Roland Fraas hat vor genau 25 Jahren den VVM besucht und berichtet über einen der ältesten Vereine der deutschen Museumsbahn-Szene.

Schon zu den Klassikern der Trebgaster Abende gehört der jährliche cineastische Jahresrückblick von Ralph Hofmann – er präsentiert dabei in unterhaltsamer Form die Eisenbahn-Höhepunkte des Jahres 2016 in einem rund einstündigen Film. Hierzu war er u. a. auf der Insel Fehmarn, bei der Mansfelder Bergwerksbahn und natürlich bei den heimischen Spektakeln auf der Schiefen Ebene unterwegs.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

78. FSE-Stammtisch in Trebgast am 01.03.17:

Mit „Miele“ über die Dampflok - Rollbahn

Wegen Betriebsurlaub der Gastwirtschaft ist diesmal der Termin um eine Woche nach hinten geschoben, der Vortragsabend findet also am 1. März statt!.

Zum Auftakt blickt Roland Fraas in das Jahr 1977 zurück – das letzte Jahr mit Dampfbetrieb bei der DB. Damals mussten sich die Dampflokfreunde langsam umorientieren, wollten sie noch ihrem Hobby frönen. Nur auf wenigen Privatbahnen war es danach möglich, Dampfloks einzusetzen – so auf der im Westen Frankens liegenden Strecke durch den Kahlgrund nach Schöllkrippen, auf der mehrmals die 64 289 zum Einsatz kam.
Nachgeholt werden die Bilder über die Saisonabschlussfahrt 1986, bei der alle einsatzfähigen Bundesbahn-Dampfer nach Neuenmarkt kamen. Johannes Holz-Koberg präsentiert dann ein besonderes
Privatfilm-Schmankerl:

Miele, mit bürgerlichem Namen Ulrich Meletschus, ist ein Hamburger Jazzmusiker und passionierter Eisenbahnfreund, der in diesem Film, den er mit seinen ebenfalls eisenbahnbegeisterten Freunden gemeinsam produziert hat, den Alltagsbetrieb der Bahn in und um Hamburg ab den frühen 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Bild und vor allem Ton dokumentiert hat. Zur Auflockerung dieser einmaligen Rarität sind viele Filmszenen aus bekannten Fernsehserien der 60er und einige selbstinszenierte Passagen in den Film eingeschnitten worden.

Vorgestellt wird der Hamburger Wendezugbetrieb, Schnell- und Güterzüge sowie der Rangierbetrieb. Das krönende Finale zeigt eine Reise über die Rollbahn von Hamburg über Bremen nach Osnabrück mit Baureihen wie 03.10, 10 und 50.40, aber auch mit dem TEE-Zug VT 11.5.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

77. FSE-Stammtisch in Trebgast am 25.01.17:

Mit tausenden Pferdestärken über Amerikas Gleise

Genau vor einem Jahr gab es bei den Trebgaster Vortragsabenden eine Premiere: im Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich kehrte die Zeit von Diaprojektor und Leinwand zurück, denn Wolfgang Bleiweis reiste aus Schweinfurt an und hatte etliche Diakästen von seinen Amerika-Reisen im Gepäck – mit mehreren hundert Bildern lockte er seine Zuschauer in die wilde Bergwelt der Rocky Mountains. Gerne wurde deshalb vom Freundeskreis Schiefe Ebene die Idee aufgegriffen, das Thema USA fortzusetzen und für Mittwoch, 25. Januar, erneut Wolfgang Bleiweis nach Trebgast einzuladen.

Es kann eine echte Geduldsprobe sein, irgendwo im Westen der Vereinigten Staaten an einem Bahnübergang die Vorbeifahrt eines Güterzuges abzuwarten. Manchmal zählt man sogar die Wagen; gut 150 Vierachser sind dabei normal! Und diese werden von mehreren Diesel-Kraftpaketen – jeweils einige tausend „Horse-Power“ sind da tätig – sowohl durch die fruchtbaren Ebenen Kaliforniens, als auch über gewundene Gebirgspässe in der Sierra Nevada geschleppt. Gerade für den Mitteleuropäer ist dies ein optisches und akustisches Schauspiel, noch dazu in meist faszinierender Landschaft.

Da dies alles nur durch eine gewisse Menge Bilder darstellbar ist, wird es diesmal nicht wie üblich mehrere Vorträge geben – es soll nur noch der Wunsch eines Stammtisch-Teilnehmers eingeschoben werden, an die Dampf-Jahresabschlussfahrt vor 30 Jahren zu erinnern: 1986 durften zum ersten Mal Nostalgie-Dampflokomotiven wieder bis Neuenmarkt fahren; Roland Fraas war dabei, als zum Jahresende die DB-Maschinen der Reihen 01, 23, 50 und 86 auf ihre Schwestern im Dampflokmuseum trafen.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

76. FSE-Stammtisch in Trebgast am 28.12.16:

Die „Ludmilla“ steht im Mittelpunkt der Bahnfans

Zum letzten Trebgaster Vortragsabend dieses Jahres erwartet die Besucher im Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich am 28. Dezember ein umfangreiches Programm: gleich vier Referenten werden erneut die Vielfalt der Themen rund um die Eisenbahn belegen!

Johannes Holz-Koberg betreibt zum Auftakt Eisenbahnarchäologie: er war in Bayreuth zwischen Abzweig Kreuzstein und Altstadt unterwegs und ist fündig geworden – warum aktuell sogar das Dampflokmuseum Neuenmarkt um ein Bahn-Exponat reicher geworden ist, wird er in Trebgast erläutern.

2016 war in Oberfranken das Jahr der umgeleiteten Züge. Aufgrund der Totalsperre zwischen Bad Staffelstein und Bamberg mussten die Güterzüge lange Umwege in Kauf nehmen, was aber den Fotografen zahlreiche einmalige Fotomotive im östlichen Oberfranken brachte. Florian Fraaß war fast täglich auf Fotopirsch und zeigt eine bunte Auswahl der Ausbeute.

Aus Göppingen reist heuer bereits zum dritten Mal der weithin bekannte Eisenbahnfotograf Burkhard Wollny an. Diesmal erinnert er an den Winter 1972, der zwar mit wenig Schnee, aber knackiger Kälte brillierte – also damals beste Voraussetzung für eine kräftige Dampfentwicklung bei den Schnellzuglokomotiven der Reihe 01, die er im Umfeld des Marktschorgaster Bahnhofes porträtierte.

Den Schlusspunkt des Jahres 2016 setzt dann Ralph Hofmann mit seiner neuesten Produktion aus dem Oberkonnersreuther Film-Atelier: über Monate hinweg ist er der Diesellok mit der wohl größten Fangemeinde hinterher gejagt, um Filmsequenzen der liebevoll „Ludmilla“ genannten Baureihe 132 einzufangen. Wie schon gewohnt, dürfte der Film für den einen oder anderen herzhaften Lacher sorgen…

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

Zur Geschichte des FSE-Stammtisches in Trebgast: es war schon Ende 2008 im Rahmen der Tätigkeit des Arbeitskreises Initiative Schiefe Ebene (AKISE) vorgesehen, dass ab Frühjahr 2009 einmal im Monat in Neuenmarkt ein Treffen abgehalten werden sollte.

Dabei sollte jeweils ein Vortrag mit Dias oder per Beamer an- geboten werden, und danach noch genug Zeit für lockere Gespräche sein (... wie bei einem Stammtisch).

Es hat sich allerdings bei der Vorbereitung gezeigt, dass es in Neuenmarkt keine geeignete Lokalität gab, die geeignet erschien, deshalb fiel die Wahl auf das Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich in Trebgast.

Seit dem ersten Termin am 29. April 2009 hat sich daran nichts geändert, der Schiefe-Ebene-Stammtisch findet jeweils am letzten Mittwoch im Monat statt mit Ausnahme der Monate Februar, August und September.

Ein Rückblick auf die Vortragsabende 1 - 25 ist hier zu finden!

Einen Rückblick auf die Vortragsabende 26 - 49 finden Sie hier!

Und die Vortragsabende 50 - 75 finden Sie hier!

Kontaktaufnahme: fse-neuenmarkt@t-online.de )

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